#MeToo

Ein Phänomen, welches derzeit viele Menschen beschäftigt, ist die Internetkampagne #MeToo (#IchAuch). Mit diesem Hashtag äußern sich Frauen zu sexuellen Belästigungsfällen, die sie selbst betroffen haben. Berühmte Beispiele, die in den Medien auch viel besprochen wurden, waren z.B. der Weinstein-Skandal und die Missbrauchsvorwürfe gegenüber Dustin Hoffman. In Österreich wurden auch die Vorwürfe Peter Pilz gegenüber viel beachtet, da diese kurz nach der Nationalratswahl ans Licht kamen.

Allerdings gibt es auch Kritik an der Aktion. Und zwar nicht nur von Männern. In Österreich hat z.B. die Schauspielerin Nina Proll gesagt, dass sie „seit 20 Jahren in diesem Beruf“ sei „und ich schwöre, ich bin dabei noch nie von einem Mann sexuell belästigt worden. Weder von einem mächtigen noch von einem ohnmächtigen“. Weiters meint sie, dass das vermutlich daran läge, „dass ich sexuelle Annäherungsversuche von Seiten eines Mannes grundsätzlich erfreulich finde und einen solchen erst mal als Kompliment und nicht als Belästigung verstehe“ [Facebookbeitrag Nina Proll].  Das löste einen Shitstorm aus, den die Schauspielerin nicht verstehen konnte. In mehreren Interviews rechtfertigte sie sich damit, dass sie es albern fände, wenn Frauen enthüllen, dass ihnen vor 5, 10, 15 oder gar 20 Jahren auf den Hintern gefasst wurde, und das als Skandal hinstellten.  In dieser Menge an harmlosen „Enthüllungen“ gingen nämlich die wirklich schlimmen Fälle unter.

Um nun auf einen bekannten Fall näher einzugehen: Mit dem Weinstein-Skandal begann die ganze Aktion. Harvey Weinstein, ein amerikanischer Filmproduzent, wurde von dutzenden Schauspielerinnen beschuldigt, sie sexuell belästigt, oder gar vergewaltigt zu haben. Diese Anschuldigungen tätigten sie mit dem #MeToo auf Twitter.170px-Harvey_Weinstein_2011_Shankbone[1]

Diese Fälle zeigen, dass das Internet und Social Media auch dazu beitragen können, sich nicht mehr allein zu fühlen, wenn einem etwas Ähnliches passiert ist. Der Fall Nina Proll zeigt aber, dass es auch zu Gegenwind kommen kann. Inwieweit die Kritik Nina Prolls nun berechtigt war oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Schließlich hat ja jeder auch seine eigene Einstellung zu diesem Thema. In der Schweiz zumindest wurde #MeToo zum Wort des Jahres 2017 gewählt.

Scarlett Gindl und Rick Lupert und Luca Zabloudil, 6b

 

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